Architektur, Räumlichkeiten und Ausstattung

Als 1981 das Seminar für Staatsbürgerkunde ein eigenes Akademiegebäude in Attendorn zur Verfügung hatte, sollten die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen, inwieweit es dem Architekten Jörn Rau auch gelungen ist, mit dem Zweck des Gebäudes, nämlich der Bildungsarbeit einen menschlich angenehmen und angemessenen Rahmen in schöner Umgebung zu geben, auch die Gäste zu erreichen. Im pädagogischen Konzept des Hauses sollte nicht nur die Gestaltung der Freizeit eine wichtige Funktion erhalten, in welcher die Gäste auch Ruhe und Entspannung finden können:

Kaminzimmer, Treffpunkt Bar, Fernsehräume, Kegelbahn, Terrasse, Grillplatz, Freiluft-Schach, Sauna, Pool-Billard, Kicker, Tischtennis

Insbesondere sollten auch die pädagogischen Arbeitsbereiche, die acht Seminarräume auf drei Ebenen umfassen, je ihren eigenen Charakter aufweisen, gut belichtet und gegen Geräuschbelästigung geschützt sein. Die gebrochenen Ecken und geneigten oder durch die tragenden Konstruktionen stark strukturierten Decken sollten interessante und beruhigende Raumformen hervorbringen, die auch eine gute Akustik bewirken. Durch die großen Fenster erhalten die Räume viel Tageslicht. Die konstruktiven Elemente wurden von Anfang an als Elemente der Raumgestaltung geplant. Den wichtigen Räumen sollten sie Struktur geben und sie sollten die Architektur bilden. Soweit wie möglich, wurden natürliche Baustoffe verwendet. Zum Gesamtkonzept gehörten auch die Wahl der Inneneinrichtung, die Ausgestaltung und Farbgebung. Heute sind alle Seminarräume mit modernster Tagungstechnik ausgestattet.

„Das neue Haus sollte stimmig sein, in sich stimmen, ein Gehäuse, in dem die Teilnehmenden, die hier aus allen Alters- und Berufsgruppen erwartet werden, sich wohl fühlen.“ (Jörn Rau)